Stromkosten – Photovoltaik schlägt Kohle & Gas

Was viele Entscheider noch nicht auf dem Schirm haben: Solarstrom ist heute nicht nur die günstigste erneuerbare Energiequelle – er unterbietet auch konventionelle Kohle- und Gaskraftwerke deutlich. Das belegt eine Studie des Fraunhofer ISE zu den Stromgestehungskosten in Deutschland. Die Ergebnisse sind eindeutig und für Gewerbe- und Industrieunternehmen hochrelevant.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Stromgestehungskosten?

Stromgestehungskosten beschreiben die durchschnittlichen Kosten, die entstehen, um eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen – von Bau und Installation bis zum laufenden Betrieb. Sie machen verschiedene Technologien direkt vergleichbar.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

PV-Freiflächenanlagen und Onshore-Wind sind mit 4,1 bis 9,2 Cent pro kWh die kostengünstigsten Stromerzeugungstechnologien in Deutschland – günstiger als jede konventionelle Alternative. Auch PV mit Batteriespeicher liegt mit 6,0 bis 22,5 Cent pro kWh je nach Anlagengröße und Standort bereits heute oft unter dem, was Unternehmen für Netzstrom zahlen. Konventionelle Gas- und Dampfturbinenkraftwerke kommen dagegen auf 32 bis über 50 Cent pro kWh – Tendenz steigend, da CO₂-Kosten und Brennstoffpreise zentrale Kostentreiber bleiben.

Der Blick bis 2045: Der Vorsprung der Erneuerbaren wächst

Das Fraunhofer ISE liefert auch eine Prognose – und die ist für Investoren eindeutig:

Technologie Stromgestehungskosten 2045
PV-Freiflächenanlagen 3,1 – 5,0 ct/kWh
PV-Dachanlagen (klein) 4,9 – 10,4 ct/kWh
PV mit Batteriespeicher 7,0 – 19,0 ct/kWh
Onshore-Wind 3,7 – 7,9 ct/kWh
Wasserstoff-Kraftwerke (flexibel) 23,6 – 43,3 ct/kWh

Während erneuerbare Technologien durch Skaleneffekte und technologischen Fortschritt weiter günstiger werden, bleiben flexible konventionelle Kraftwerke dauerhaft teuer – sie werden künftig nur noch als Backup mit wenigen Betriebsstunden pro Jahr laufen.

 

Porträt von Hendrik Schemmer, Fachberater Photovoltaik bei der COEBIZ GmbH in Coesfeld

Ihr Ansprechpartner

Hendrik Schemmer

Fachberater Photovoltaik

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

Wer heute in eine PV-Anlage investiert, erzeugt Strom zu Kosten, die weit unter dem Marktpreis liegen – und sichert sich diesen Vorteil für die nächsten 20 bis 25 Jahre. Jede Kilowattstunde, die das eigene Dach liefert, ist eine Kilowattstunde, die nicht zu volatilen Netzpreisen eingekauft werden muss. Die Studie bestätigt: Der wirtschaftliche Vorteil eigener Stromerzeugung wird in den nächsten Jahren nicht kleiner – er wächst.

👉 Die vollständige Studie des Fraunhofer ISE ist hier verfügbar

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